natur und landschaft auf den Islas baleares

 Das Naturschutzgebiet S'Albufera de Mallorca

Die Albufera de Mallorca ist ein Gebiet aus sumpfigem Terrain mit einer Fläche von ca. 2.850 Hektar und einem Durchmesser von 32 Kilometes


Die Albufera de Mallorca ist ein Gebiet aus sumpfigem Terrain mit einer Fläche von ca. 2.850 Hektar und einem Durchmesser von 32 Kilometern. Sie grenzt an die Gemeinden Alcúdia, Muro und Sa Pobla und ist für dieses Gebiet der Insel von außerordentlicher wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Dieses Areal, das als die große Albufera bekannt ist, ist nicht zu verwechseln mit der kleinen Albufera von Pollença.

Ein großer Teil der Albufera de Mallorca (1.700 Hektar) hat seine natürliche Beschaffenheit bewahrt und stellt aufgrund seiner geringen Degradation einen privilegierten Raum von großem ökologischem Wert dar.

Am 3. November 2000 erfasste ein Feuer eine Fläche von insgesamt 450 Hektar des Gebietes, davon 440 Hektar des Naturparks. Glücklicherweise war gerade keine Nistzeit, und die ökologischen Auswirkungen waren nicht schwerwiegend. Im Frühling 2001 wird die Gesamtheit der betroffenen Fläche wieder hergestellt sein.

Die hauptsächliche Vegetation in diesem Gebiet ist Ried und Schilf, das früher unter anderem zur Viehfütterung verwendet wurde. In den Sommermonaten gelangt Meerwasser in die Albufera, die in den übrigen Monaten des Jahres aus Fließgewässern genährt wird. Dies hat zur Folge, dass es Flächen mit salzhaltigem Boden gibt. In diesen Gebieten gedeihen Salzpflanzen und Binsen, ebenso Bäume wie Ulmen, Tamarisken und Weißpappeln.

Die Tierwelt von S'Albufera de Mallorca ist ebenso zahlreich wie vielfältig. Allein bei den Vögeln sind 230 Arten zu verzeichnen, die in diesem Naturschutzgebiet nisten oder zumindest eine Zeit dort verbringen. Bei den nistenden Arten sind das Blässhuhn, die Blaumeise, die Zwergrohrdommel, der Stelzenläufer und der Schilfrohrsänger hervorzuheben. Aber es gibt auch zahlreiche Zugvögelarten, die sich dort lediglich ausruhen (Flamingos oder Watvögel), oder den Winter dort verbringen (Enten, Fischreiher, etc.). In Feuchtgebieten wie diesen kommen ebenfalls zahlreiche Fische (Aale, Barsche, Zwiebelfische), Lurche und Reptilien vor.

Seit den sechziger Jahren hat sich das Aussehen der Albufera mit dem aufkommenden Tourismus an der Küstenseite stark verändert, da weite Bereiche bebaut wurden und Seen und Kanäle um die Hotels und Appartement-Blocks errichtet wurden.

Um diesen Prozess aufzuhalten und den natürlichen Reichtum des größten Feuchtgebietes Mallorcas zu erhalten, beschloss die balearische Regierung im Jahr 1988, den ersten Naturpark der Balearen mit einer geschützten Fläche von 1.700 Hektar zu errichten. Außerdem wurde dieser Bereich zur ZEPA (besonderen Schutzzone für Vögel) und zum Biosphärenreservat erklärt. Darüber hinaus ist die Albufera im Rahmen des Abkommens Ramsar zur Erhaltung der Feuchtgebiete geschützt.

Eröffnung des Centre d'Interpretació de Cabrera

Ein Informationszentrum über den Nationalpark Cabrera-Archipel mit seinen Küstengewässern kann schon in der Colònia de Sant Jordi im Gemeindegebiet von Ses Salines besucht werden.

Zwar stehen die vorgelagerten Cabrera-Inseln unter der Verwaltung der Stadt Palma, doch geografisch ist die Colònia de Sant Jordi der nächstgelegene Ort. Hier und in Portopetro im Süden Mallorcas legen zudem die Boote zu dem Subarchipel ab, und deshalb erschien es sinnvoll, das Informationszentrum über den Naturpark in der Colònia einzurichten. Hier erhält der Besucher quasi aus erster Hand Information über die Schätze der Natur, denen der Cabrera-Archipel seine Ausweisung als Parque Nacional verdankt. Es handelt sich um ein ausgesprochen empfindliches Ökosystem, und damit die hier lebenden Arten nicht gestört werden, kann vor Ort auf den Inseln lediglich ein eigens ausgewiesener Bereich rund um den Puerto de Cabrera besichtigt werden. Umso wichtiger ist vor diesem Hintergrund dieses Informationszentrum, in dem wir viel Wissenswertes über den Naturpark erfahren und seine Schätze aus der Nähe betrachten können. So können wir in Aquarien viele Vertreter der Arten bewundern, die in den Gewässern rund um die Inseln heimisch sind. Ein weiterer Bereich des Zentrums ist dem Leben zu Land gewidmet. Dabei werden Naturschätze und Geschichte des Subarchipels in den Kontext der mediterranen Kultur gestellt. Das Hauptgebäude des Centro de Interpretación zum Beispiel ist einem Talayot nachempfunden – einem der für Mallorca und Menorca so typischen Megalithbauten also.

Das Naturschutzgebiet von Mondragó

Das Naturschutzgebiet von Mondragó befindet sich in einem Gebiet, dass besonders reich an Vogelbeständen Mallorcas ist.

Von der Landschaft her ist das Gebiet sehr unterschiedlich, man findet beispielsweise große Sturzbäche, welche ihre Mündung an schönen Stränden haben, oder auch Eichenwälder, wo viele Orchideen wachsen.
Dieses Gebiet, so besonders interessant ist, liegt im Südosten Mallorcas, in der Gemeinde von Santanyí. 1992 wurde es zum Naturschutzgebiet erklärt und seit 1995 ist es auch zum besonderen Vogelschutzgebiet deklariert worden; So wurdenmehr als siebzig Vogelarten registriert, die meisten davon sind Zugvögel und typisch für Feuchtzonen.

Der Boden besteht aus Kalksandgestein, das in horizontalen Schichten liegt; Diese Schichten waren einst Klippen im Miozän. Das Naturschutzgebiet ist 785 Hektar groß und der höchste Punkt ist 57 Meter Höhe.

Von der Landschaft her ist das Gebiet sehr unterschiedlich. So findet man an der Küste offenen Schluchten, wo bei Regen Sturzbäche bis zu den Stränden fließen, aber auch kleine Dünen sind zu sehen; sowie Klippen und Feuchtzonen, wo die Vegetation vor allem Schilfrohr ist wie beispielsweise an den Buchten S'Amarador y ses Fonts de n'Alis. In der Landesmitte jedoch findet man vor allem Steineichenwälder, wo sehr viele Orchideen wachsen.

Große Vielfalt an Vögel

Das Naturschutzgebiet beherbergt eine große Anzahl an verschiedenen Vogelgattungen. Von jedem Punkt der Küste aus ist es relativ einfach die Krähenscharbe zu erspähen oder die Audoin Möwe, welche sich in der Nähe der Lagunen platzieren, oder Fischreiher.

Das Naturschutzgebiet Mondragó ist nicht nur ökologisch gesehen äußerst wertvoll, sondern ethnologisch sehr interessant. Früher wurde ein Teil des Naturschutzgebietes für die Landwirtschaft und für die Viehzucht verwendet, Zeitzeugen dieser Epoche sind die sogenanntenBarraques de Roter, Baracken, die als Stall und Futterplatz für die Tiere verwendet wurden, oder die Barraques de Curucull, wo das Vieh aufbewahrt wurde. Die sogenannten Sínies, sind alte Brunnen, aus denen einst Wasser gepumpt wurde um die Felder zu bewässern.

Im Naturschutzgebiet kann der Besucher verschiedenen Routen benutzen, es gibt sowohl Wanderwege als auch Radfahrwege, von denen aus man die verschiedenen Ökosysteme bewundern kann.

Naturpark S'Albufereta

S'Albufereta ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete der Insel.

Seine Artenvielfalt und der gute Zustand der Küstenlandschaften wie auch der landwirtschaftlichen Flächen des Naturparks verleihen ihm große ökologische Bedeutung.
In S'Albufereta kann man das ganze Jahr hindurch hervorragend Vögel beobachten. Nicht weniger als 196 von insgesamt 325 auf den Balearen himischen Vogelarten sind hier bereits gesichtet worden. Das Feuchtgebiet steht als Lebensraum für Vögel in engem Zusammenhang mit S'Albufera auf Mallorca und dient als Brutrevier für seltene Arten wie das Purpurhuhn (Porphyrio porphyrio), die Rohrweihe (Circus aeruginosus), den Stelzenläufer (Himantopus himantopus), die Schlafstelze (Motacilla flava) und den Mariskenrohrsänger (Acrocephalus melanopogon). Dazu kommen weiter verbreitete Arten wie der Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), das Blesshuhn (Fulica atra) und das Teichhuhn (Gallinula chloropus).

Das Gebiet ist im Frühjahr und Herbst ein wichtiger Ruhe- und Futterplatz für Zugvögel, Arten aus Nordeuropa nutzen es gar als Winterquartier.

Im Feuchtgebiet des Naturparks lassen sich klar drei Bereiche unterscheiden: der sandige, 50 bis 100 m breite Küstenstreifen, die Kanäle, Seen und Teiche des Marschgebietes (in S'Albufereta liegen zwei fast durchgehend Wasser führende Seen und die nur im Winter Wasser führende Salzlagune Sa Barcassa) ' und schließlich der nur sporadisch überflutete Teil der Marschen. Hier wächst der bedeutendste Tamariskenwald der Balearen, gebildet aus den Buchsbaum-Arten Tamarix gallica und T. Canariensis.

In Bezug auf die Vegetation wurden im Naturpark S'Albufereta insgesamt 349 Arten bestimmt, 6 davon sind reine Endemismen. Die Regionalregierung hat 3 hier vorkommende Arten (Pancratium maritimum, Chamaerops humilis und Myrtus communis), 1 Gattung (Tamarix) und eine 1 Familie (Orchidiaceae) unter Naturschutz gestellt.

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